Ich war vom 27. Oktober bis zum 29. Oktober mit meinem besten Freund in Stockholm. Drei Tage lang sind wir durch die Stadt gelaufen, haben Fotos geschossen, gegessen, gestaunt und gerätselt. Erfahre, was es mit dem Strandhotel auf sich hat und warum diese drei Tage mein Leben etwas verändert haben.

Sachen packen & los geht’s!

Es war viel zu früh: Gegen 5 Uhr waren wir (mein Kumpel Tim und ich) am Flughafen Hamburg. Wir konnten es kaum noch erwarten. Tim kannte Schweden bis dato nur von Erzählungen, Fernsehen und (hauptsächlich) von mir. Ich war fremd in Stockholm, konnte aber immerhin ausreichend schwedisch und kannte die Schwedische Kultur. Dennoch war es auch für mich ein Ereignis; kannte ich doch vor allem das schwedische Land und die kleineren Städte von bisherigen Urlauben.

Also ging es nach dem Check-In erstmal durch die Sicherheitskontrollen. Wir waren mehr als rechtzeitig da und durften uns die Zeit mir reden und gucken vertreiben. Naja, lieber zu früh als zu spät 🙂

Ein Blick aus dem Flugzeug über Schweden

Ein Blick aus dem Flugzeug über Schweden

Der Flug mit Germanwings war top: Für 214€ haben wir Gepäck, Flug, Snack und einige Getränke bekommen. Dank Rückenwind waren wir sogar etwas früher als erwartet in Stockholm-Arlanda gelandet. Kurz vor 8 Uhr morgens machte der Flughafen eines deutlich: So viel scheint hier nicht los zu sein. Es war wahnsinnig leer während sich der Flughafen Hamburg schon bei unserem Check-In deutlich gefüllt hatte.

Nun mussten wir meine Checkliste abarbeiten. Das heißt:

  • Eine Fahrkarte für Tim kaufen,
  • eine Stockholm-Card für mich kaufen,
  • kostenlosen Stadtplan besorgen,
  • Bus in die Innenstadt finden.

Das war alles recht schnell erledigt (bis auf den letzten Punkt)- dank der netten Dame vom Arlanda Visitor Center! Die typisch schwedische Freundlichkeit hat Tim sichtlich beeindruckt. Nur den Bus haben wir erst nicht wirklich gefunden. Wir wollten nicht teuer mit dem Arlanda Express oder Flygbussarna reisen und haben uns für die günstigste Variante entschieden. Schließlich haben wir den Bus dann doch noch gefunden 🙂

Die Verbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr ist sicher nicht die bequemste, aber auf jeden Fall die günstigste. Was uns auffiel: Die Busse und Bahnen sind sehr viel sauberer als in Deutschland.

 

Erster Tag

Als wir nun also im Zentrum angekommen waren mussten wir noch in unser Hotel finden. Kein Problem sagte ich- und behielt recht. Es ging tatsächlich recht leicht. Gut, okay, wir sind ein paar Wege umsonst gelaufen und haben die Bahn erst nach ca. 10 Minuten gefunden, aber… Egal. Jedenfalls waren wir endlich in unserem Hotel angekommen.

Ich habe das Hotel schon sehr früh im Internet entdeckt und mich sofort angezogen gefühlt und Tim hatte es gebucht- es war das Hotelschiff Mälardrottningen nahe der Altstadt. Es ist an der Insel Riddarholmen festgemacht. Bester Blick (auf das Wasser und das Rathaus), inklusive Frühstück- was will man mehr? Die Kabine war zwar sehr klein, aber das war egal. Wir hatten ein eigenes Bad und einen kleinen Ausguck auf Seeseite- das war top! Vor allem für nur 70€ die Nacht.

Erste Einkaufstour & die Altstadt

Doch für das Hotel hatten wir zunächst keinen Blick übrig. Wir legten unsere Sachen ins Zimmer und ich nahm mir vor, Tim den „Kex“, eine Art Schoko-Waffel, zu zeigen (und natürlich zu probieren). Also machten wir uns auf zum Supermarkt- wir brauchten ja auch noch Mineralwasser. Nach unserer Einkaufstour waren wir erstmal so richtig fertig. Etwas zu essen musste her! Doch das ist schneller gesagt als getan. Alle Restaurants, wirklich alle waren voll besetzt. Mc Donalds kam für mich erst recht nicht in Frage. Also liefen wie gefühlt eine halbe Stunde herum- um uns dann mit einem Sub zu begnügen.

Dann ging es erstmal in die Altstadt, die ja gleich um die Ecke war (bzw. über die Brücke!). Mein erster Eindruck war: wow, also ich, was, wie, das ist ja… Das Feeling beim Durchqueren der alten Gassen ist einfach unbeschreiblich und ein Muss für jeden Stockholm-Reisenden! Ich habe noch nichts Vergleichbares in meinem zugegebenermaßen recht kurzem Leben erlebt! Es ist einfach sagenhaft: Als würde man einer Zeitmaschine um Jahrhunderte zurückversetzt worden sein! Da waren wir also: Planlos, baff und gespannt. Stetig stellte sich mir die Frage, was ich an der nächsten Ecke finden würde. Vorbei an der Tyska Kyrka, ich hatte davon gelesen, kamen wir schließlich zum Riksdag. Der schwedische Reichstag liegt inmitten Stockholms auf der Insel Helgeandsholmen.

Die Tyska Kyrka ist die deutsche Kirche in der Stockholmer Altstadt.

Die Altstadt ist einfach einmalig und umwerfend!

Die Altstadt ist einfach einmalig und umwerfend!

Die Bootstour

Von da aus sind wir zum Bootsanleger Strömkajen gegangen. Wir planten eine Bootstour zu machen- vom Nybroviken an der grünen Lunge Djurgården (Gröna Lundt) und dem ehemaligen Militärstützpunkt Skeppsholmen entlang wieder zurück zum Startpunkt am Grand Hotel Stockholm – ja, Grand Hotel. Nicht Stand-Hotel, Tim. Hier gibt’s keinen Strand 😀

Die Tour war super, sogar mit gesprochenen Erklärungen auf Deutsch. Nur war uns nach dem beheiztem Schiff nur noch kälter draußen. Obendrein war es langsam dunkel geworden und unsere letzte Mahlzeit schon ewig her. Also ab in die U-Bahn, zurück zur Altstadt und in ein Restaurant. Bei uns war das der Italiener. Eine vorzügliche Pizza-Hawaii und Cola später gingen wir noch etwas durch die nun vollständig in Dunkelheit getauchte Altstadt. Persönlicher Erfolg: Wir wurden im Restaurant für Schweden gehalten!

Müde & Glücklich

Schließlich beschlossen wir, in unser Hotel (-schiff) zurückzukehren. Vielleicht machen wir gleich noch was, hieß es. Ja, ich hätte auch noch Lust, hieß es. Klar, lass uns das machen, hieß es. Ist ja erst 21 Uhr, hieß es. Tja, und dann kam ein Gähnen nach dem anderen. Euphorie und Tatenmut sind unbändiger Müdigkeit und der Sehnsucht nach einem warmen, weichen Bett gewichen. Gute Nacht, Stockholm!

Hotel "Mälardrottningen"

Hier lag unser Hotelschiff: Das Mälardrottningen!

Die Altstadt

Wir besuchten die Altstadt und waren einfach überwältigt.

Der Reichstag

Wir besuchten den Reichstag eher zufällig- sind wir doch einfach planlos durch die Altstadt gebummelt.

Die Bootstour

Hier startete die Bootstour entlang der Inseln Djurgården und Skeppsholmen.

 

Der nächste Teil des Reiseberichtes folgt im Laufe dieser Woche. Und keine Angst: Im nächsten Teil wird es mehr Bilder geben. Am ersten Tag war ich schlicht zu müde als das ich allzu viele Fotos machen konnte.

Henrik Stamm

About Henrik Stamm

Perfektionist, Querdenker, Schreiberling, Spaßvogel, Schweden-Süchtiger und Technik-Fetischist. In der Freizeit programmiere ich gerne Apps für Android, koche oder höre Musik.

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